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Nachfolgemonitor 2023

20.09.2023 Berlin

Unternehmensnachfolgen: Übergebende werden immer älter. Die aktuelle Studie „Nachfolgemonitor 2023“ blickt auf die Lage im deutschen Mittelstand.

Ipad mit Nachfolgemonitor 2023

Quelle: Free mockup by unsplash

Die heute veröffentlichte Studie "Nachfolgemonitor 2023" beleuchtet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Unternehmensnachfolgen. Erschwerend hinzu kommen das herausfordernde konjunkturelle Umfeld sowie die steigenden Finanzierungskosten.

Fünfte Auflage des Nachfolgemonitors veröffentlicht

In der aktuellen Auflage des Nachfolgemonitors werden die Entwicklungen bei den Unternehmensnachfolgen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beleuchtet. Dabei wird auch die Wirkung der Bürgschaftsbanken untersucht, die sie bei Übernahmen haben.

„Ein Ergebnis der Studie ist, dass fast zwei Drittel der Unternehmen nach der Übernahme das ursprüngliche Umsatzniveau erreichen oder übertreffen. Dies zeigt, dass Unternehmensnachfolgen das Wachstumspotenzial stützen, Arbeitsplätze sichern und zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen können. Hier spielen die Bürgschaftsbanken eine besondere Rolle. Sie können bei der Finanzierung der Übernahme stabilisierend wirken – auch im Hinblick auf die bei vielen Unternehmen anstehende doppelte Transformation, hin zu verstärkter Digitalisierung und Nachhaltigkeit“, erläutert Dr. Michael Munsch, Vorstand der Creditreform Rating AG.

Zwar wird laut Studie das Umsatzniveau größtenteils erreicht oder übertroffen, dennoch erreichen die meisten Übernehmenden im Mittel nicht das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen), das vor der Übergabe erzielt wurde. Dies liegt unter anderem am Abbau von Investitionsstaus.

Durchschnittsalter von Übergebenden erneut gestiegen

Daneben spielt auch der demografische Wandel eine ernstzunehmende Rolle: „In einer alternden Gesellschaft gibt es zwangsläufig mehr übergabereife Unternehmen als potenzielle Übernehmende. Hinzu kommt, dass eine Neugründung oft als attraktiver empfunden wird als eine Übernahme. Im Vergleich zum letzten Untersuchungszeitraum ist das Durchschnittsalter der Übergebenden noch einmal um drei Jahre auf nun 61 Jahre gestiegen. Diese Entwicklung ist mit Sorge zu betrachten“, so der wissenschaftliche Leiter der Studie Prof. Dr. Holger Wassermann von der FOM Hochschule.

Datenbasis mit tatsächlich realisierten Transaktionen

„Die neuesten Erkenntnisse zu diesem relativ intrasparenten Geschäftsprozess basieren auf einer äußerst belastbaren Datenbasis, den Daten vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken sowie von Creditreform. Das macht die Studie so besonders, da sie sich nicht auf Hochrechnungen, Schätzungen oder Umfragedaten stützt. Mit der Studie wollen wir einen Beitrag dazu leisten, das Nachfolgegeschehen in Deutschland besser zu verstehen und neue Erkenntnisse in einem Bereich zu erhalten, in dem es nur wenige Daten gibt“, betont Manfred Thivessen, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) und Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen.

So lassen sich aus den Daten ablesen, dass Unternehmen, die übernommen werden, zunehmend größer sind. Die Hälfte der Nachfolgen entfiel 2021 auf Unternehmen mit mindestens zwei Mio. EUR Umsatz. Dies ist gegenüber dem Jahr 2014 eine Verdoppelung.

Eine weitere Erkenntnis aus der Studie betrifft die hohe Bedeutung der regionalen Lage eines Unternehmens – anders als beim Umsatzniveau bleibt diese über den Beobachtungszeitraum relativ stabil. Unternehmen in zentralen bis sehr zentralen Lagen werden von Übernehmenden bevorzugt – sie machen etwa drei Viertel der Übernahmen aus.

Diese und viele weitere interessante Ergebnisse zeigt der fünfte Nachfolgemonitor, den der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB), Creditreform Rating und die FOM Hochschule gemeinsam erstellt und am 20. September 2023 veröffentlicht haben. Für den Nachfolgemonitor wurden insgesamt über 9.000 Unternehmensnachfolgen aus den Jahren 2013 bis 2022 untersucht.

Download der Studie

Die Studie können Sie auf folgender Website herunterladen: www.nachfolgemonitor.de

Hintergrund

Der Nachfolgemonitor basiert auf den Datenbanken der deutschen Bürgschaftsbanken und Creditreform. Die in allen Bundesländern bestehenden Bürgschaftsbanken dienen der Förderung der mittelständischen Wirtschaft und werden i.d.R. von regionalen Akteuren wie den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern, mittelständisch orientierten Kreditinstituten und Verbänden getragen. Mit dem Nachfolgemonitor wollen deshalb der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB), die Creditreform Rating und das KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM Hochschule (KCE) dazu beitragen, den Mittelstand bei der Gestaltung einer erfolgreichen Nachfolgeregelung effektiv zu unterstützen.

FOM Hochschule für Oekonomie & Management

Mit mehr als 50.000 Studierenden zählt die FOM zu den größten Hochschulen Europas. Initiiert durch die gemeinnützige Stiftung BildungsCentrum der Wirtschaft ermöglicht sie Berufstätigen, Auszubildenden, Abiturienten und international Studierenden ein Hochschulstudium. Die FOM ist staatlich anerkannt und bietet mehr als 50 akkreditierte Bachelor- und Master-Studiengänge an – im Campus-Studium an 35 Hochschulzentren oder im ortsunabhängigen Digitalen Live-Studium aus den TV-Studios der FOM. Studierende können zudem weltweit Studienerfahrungen an renommierten Partnerhochschulen sammeln. Weitere Informationen: www.fom.de

Creditreform Rating

Creditreform Rating ist ein dynamisch wachsendes Unternehmen mit derzeit über 150 Angestellten aus mehr als 15 Ländern, das Ratings in ganz Europa und den USA durchführt. Wir sind auf die Bewertung von Kreditrisiken spezialisiert und bieten unseren international agierenden Kunden Ratingdienstleistungen sowie Kreditservices und Marktanalysen an. Unsere Rating-Dienstleistungen umfassen Corporate Ratings, Asset Based Finance Ratings, Structured Finance Ratings, Bank Ratings und Sovereign Ratings. Im Bereich Kreditservices reicht unser Leistungsspektrum von der Recherche und Analyse von Bilanz-, Branchen- und Ausfalldaten über die Validierung bestehender und die Entwicklung neuer individueller Scoring- und Ratingsysteme bis hin zur Überwachung von Kreditrisiken einschließlich geeigneter Schnittstellen zu den Risikomanagementsystemen unserer Kunden. Dank unserer umfangreichen Datenbasis über deutsche und europäische Unternehmen und unseres umfassenden Research Know-hows sind wir darüber hinaus in der Lage, unseren Partnern und Kunden maßgeschneiderte Risiko- und Potenzialanalysen zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen: www.creditreform-rating.de

Verband Deutscher Bürgschaftsbanken

Der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. (VDB) ist die gemeinsame Interessenvertretung der 17 rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Bürgschaftsbanken und Beteiligungsgarantiegesellschaften sowie der 15 Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGen) in Deutschland. Der VDB ist zentraler Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft rund um die Themen Bürgschaften, Garantien und Beteiligungen. Bürgschaftsbanken sind Kreditinstitute im Sinne des KWG. Sie unterstützen gewerbliche Unternehmen und Freie Berufe seit vielen Jahrzehnten bei der Kredit- oder Beteiligungsfinanzierung. 2022 sicherten die deutschen Bürgschaftsbanken über 4.800 Finanzierungsvorhaben ab. Das übernommene Bürgschafts- und Garantievolumen lag bei über 1,3 Mrd. Euro. Damit wurden Kredite und Beteiligungen in Höhe von über 1,9 Mrd. Euro ermöglicht. Mit Beteiligungsfinanzierungen der MBGen verbessern Unternehmen ihre Liquidität und die wirtschaftliche Eigenkapitalquote. Die MBGen stellten 2022 dem deutschen Mittelstand über 560 neue Beteiligungen in Höhe von rund 260 Mio. Euro zur Verfügung. Hinzu kommen über 130 Beteiligungen über den Mikromezzaninfonds Deutschland. Weitere Informationen: https://vdb.ermoeglicher.de

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